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Gelungener Sommerauftakt für U10

 

„Unverhofft kommt oft...“

Aus meiner Sicht bislang das Motto der bisherigen Sommersaison unserer U10. Der Saisonauftakt in den Sommer ist uns gut gelungen.

Vor der Saison setze ich mich gerne kurz mit der Trainingsgruppe auseinander und verfasse ein paar Ziele/Erwartungen. Natürlich sind diese in der Kinderleichtathletik wenig konkret und weit gefasst. Es geht auch nicht um reine Weiten- oder Zeitenjagd, die sportliche und soziale Komponente sind gleichberechtigt.

Nach zwei sehr erfolgreichen Saisons mit der U8 fielen die Erwartungen an diese Saison entsprechend etwas höher aus. Es sollten nie zu hohe Erwartungen gestellt werden, aber Ziele zu formulieren, die ohne jegliche Anstrengung erreicht werden können, sind kein Ansporn. In der ersten Hälfte unserer diesjährigen Saison kamen leider einige schwerwiegende externe Probleme dazu.

Innerlich hatte ich mich von meinen Ansprüchen zum Ende des Winters bereits verabschiedet und wollte diese für den Sommer herabschrauben.

Die vergangenen zwei Monate haben wieder den Glauben geweckt, dass man mit Leidenschaft und Überzeugung vieles erreichen bzw. kaschieren kann. Wir liegen aktuell weit vor meinen kühnsten Prognosen und Zielvorstellungen. Natürlich sind noch jeden Menge Ideen kaum oder überhaupt nicht umgesetzt wurden, aber noch verbleibt auch ein bisschen Zeit.

Einerseits die sportliche Förderung jedes Einzelnen in dem entsprechenden Rahmen, andererseits die soziale Komponente, u.a. Entwicklung Teamfähigkeit, „gesunder Ehrgeiz“ und Selbstständigkeit, soll weiter vorangetrieben werden.

Im Training haben wir die „Smileywette“ eingeführt: Das Trainerteam wettet gegen eine bestimmte Leistung, die alle erbringen müssen (z.B. Weite x springen, a Seilsprünge in bestimmter Zeit). Erreichen alle Sportler die (jeweiligen) Vorgaben bzw. über- oder unterbieten diese, wird ein „Smiley“ ins „Teambuch“ geklebt. Bislang wurde beinahe jede Wette von den Sportlern gewonnen. Am morgigen Freitag dürfte es soweit sein, die erste Einlösung der Trainer gegenüber den Sportlern nach 10 gewonnen Wetten steht bevor.

Bei aller sportlichen Motivation bleibt Spaß der Hauptfaktor. Während heutzutage „Team Building“-Maßnahmen hoch im Kurs stehen, nennen wir es bescheiden „Wasserschlacht“.

30 Grad? Ein Sportplatz ohne Schatten? Freitag Nachmittag, Wochenende, der kühle See paar hundert Meter entfernt? Training wird dann etwas anders organisiert als üblich, viel Spiel, Spaß und Wasser stehen im Mittelpunkt. Über 30 Kinder kamen trotz anderer Termine und dem Wetter. Bei diversen lustigen Wasserspielen mit Wasserpistole und Wasserbombe liefen die Beine freiwillig mehr als bei „normalen“ Einheiten. Die Wasserschlacht zum Abschluss ist bereits jetzt legendär, mehrere hundert Wasserbomben sollen geflogen sein. Sogar Elternteile ließen sich etwas hinreißen, nachdem sie vorher stets für Nachschub an Wasser und Wasserbomben sorgten (bei unserem Platz ohne Sanitäranlagen etwas mehr Aufwand).

Natürlich läuft nicht alles perfekt. Sorgen bereitet vor allem die Aufnahmesituation.

Der Zustrom an interessierten Kindern hält nahezu unvermindert an, dabei sind unsere aktuellen Kapazitäten schon stark strapaziert. Bei vielem Jubel gibt es leider auch immer wieder Enttäuschungen. Einige Dinge müssen in Zukunft möglicherweise überdacht werden, dies soll hier nicht weiter ausgeführt werden (der Text ist bereits zu lang).

Abschließend noch einige Worte zu den bisherigen beiden Wettkämpfen. Wir treten zu jedem Wettkampf als Außenseiter an, darüber dürfen die Erfolge nicht hinwegtäuschen.

Die U10 hat wahrscheinlich eines der jüngsten Trainerteams überhaupt, Durchschnittsalter liegt regelmäßig bei 16 Jahren, die vorhandene „leichtathletische“ Erfahrung ist überschaubar und über unsere eingeschränkten Möglichkeiten wurde bereits genug gesagt.

Der diesjährige Wettkampf-Auftakt führte uns zum VfV Spandau. Die Vorbereitungen liefen holprig, dank eines mittlerweile gewachsenen Trainerteams konnte dies aufgefangen werden. Wir waren stolz, drei Teams melden zu können. Unmittelbar nach der Meldung setzte eine Pechsträhne ein, einige Verletzungen und Ausfälle gab es zu beklagen (auch der Verfasser dieser Zeilen blieb schweren Herzens fern). Die Erwartungen waren gedämpft, Platz auf dem Podium wäre schon ein großer Erfolg. Platz 1 war eine kleine Sensation mit 7 Leuten (6 benötigt man für die Wertung). Auch die Plätze 10 und 13 von 17 Teams waren sehr gut. Die Dorfraketen erreichten z.B. im Wurf Platz 7, die Rasselbande Platz 4 im Hindernissprint und Platz 9 im Stabweitsprung.

Vielen Dank an den VfV Spandau für einen tollen Wettkampf (und vorbildliche Bereitstellung der Ergebnisse).

Der 2. Wettkampf in Zehlendorf wurde ebenfalls erfolgreich absolviert. Mit zwei Teams gestartet erreichten wir die Plätze 1 und 14 von 20 Teams. Ohne offizielle Ergebnisse ist eine genauere Einordnung schwer, rein subjektiv empfinden wir dieses Ergebnis als ebenfalls überragend. Bei 20 Teams sind die Abstände in den einzelnen Disziplinen minimal, so entscheidet häufig Tagesform, Tiefe des Teams und auch eine Portion Glück.

Auch hier vielen Dank für die Ausrichtung des Wettkampfes, unsere Sportler hatten großen Spaß.

Nach zwei Wettkämpfen und zwei Monaten Sommertraining können wir positiv nach vorne blicken. Die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft wurden jetzt gestellt, mehr allerdings noch nicht.

Jedes Kind soll jedes Training mit einem Lachen nach Hause gehen und sich jedes Mal etwas verbessern. Dies ist unser Anspruch und wir werden weiter dafür arbeiten, diesem möglichst oft gerecht zu werden.