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Berichte

Saisonauftakt beim LAC

Wettkampferlebnis, Betrachtung und Bewertung aus 40 km Entfernung....das ist schwer. Zumal beim Schreiben des Berichtes auch keine Ergebnisliste vorlag.

Da ich am Wettkampftag leider krank war, habe ich mir live berichten lassen. 

Besonders live war ich im Hans Braun Stadion, wo Rieke an der BM über 2000 m teilnahm. Hier bekam ich von Svenja sogar die Rundenzeiten mitgeteilt und so konnte ich mit Rieke mitfiebern. Rieke belegte in einem starken Feld Platz 7 in 8:52 Minuten.

Nun aber ins Stadion Wuhletal.

Die erste Meldung kam von Hanna 9,10 m mit der Kugel PB. Krissi 9,13 PB...

Und dann wurde es hektisch. Im Sekunden Takt kamen die Weiten des Weitsprungs.

4,40 , 4,35, 4,30, 4,02...Celine,Annika,Jonina,Leo...Fynn 4,98....Krissi 5,40....4,35 Hanna.

Weiter ging es mit wirklich ordentlichen Hürdenzeiten und auch die 75/100 m Sprints waren gut. 

Auch Ami, Hanna Beisel und Carla kamen gut vom Brett weg. 

Hanna erreichte mit 13,56 einen neue PB über die Hürden, leider fehlen ihr noch 6/100 s zur Normerfüllumg. Auch über 300 m verfehlte sie die Norm für die Norddeutschen Meisterschaften knapp. Ich bin aber sicher sie schafft das noch! Ganz sicher! 

Anders Nico, der knackte über 100 und 200 m die Normen für die NDM u 18 in Hamburg! 

Herzlichen Glückwunsch Nico.

Annika H., Hannah und Jonina (W13) und Annika F. und Felin (W 12) sorgten für viel blau gelb auf dem Siegerpodest über die 60 m Hürden.

Zum Abschluß gab es noch gute Wurfleistungen und für das Wetter und den frühen Zeitpunkt im Jahr ordentliche 800 m Zeiten. Besonders hervorzuheben die 2:41 von Ben. 

Krissi sprintete noch zu einer Topzeit und dann war er vorbei, der erste FreiluftWettkampf des Jahres.

Wir konnten die im Winter gezeigten Leistungen stabilisieren oder sogar verbessern. Im Trainingslager werden wir hart weiter arbeiten. 

Die Kids haben einen großartigen Wettkampf gezeigt, das macht Lust auf mehr Sommer!

Man hat auch gesehen es funktioniert ohne mich sehr gut. Danke an Andy,Oliver, Sabine und Falko für die Infos während des Wettkampfes.

Auch wenn es gut gekLappe hat, nochmal werde ich nicht extra krank.

Absage der DM Block Mehrkampf u 16

Persönliches zur Absage der DM Block Mehrkampf.
Bekanntlich bin ich seit 6 Jahren Leichtathletik Trainer in unserem kleinen Verein am Rande Berlins.
Wir müssen die Talente aus ca. 15000 Einwohnern und 2 Grundschulen im näheren und 2 Grundschulen aus dem weiteren Umfeld sichten. Im Osten, Westen und Süden sind Wasser oder Wald und aus Spandau erreichen uns aufgrund der Abgeschiedenheit nur wenige Kinder.

Da soll zeigen das wir keine sooo große Auswahl an Talenten haben.
Aktuell hätten wir in der u 16 mit Kristian einen Jungen mit realistischen Chancen (trotz langer Pause war ich recht zuversichtlich) die DM im Block Mehrkampf Sprint/Sprung zu erreichen.

Ami und Hanna hätten auch eine klitzekleine Chance.
Hätten......wenn der DLV nicht diese, für die 14 jährigen (fast) einzige Meisterschaft abgesagt hätte.
Leider kenne ich die Gründe für die Absage nicht.

Das ist sehr ärgerlich 😤 für die Sportler und Trainer. Ich denke da auch an meinen Trainerfreund Thomas Franzke vom TSV Rudow, der seine Mädels seit Jahren auf diesen Wettkampf vorbereitet.

Ich habe während meiner Trainerausbildungen immer gelernt die Kinder sollen vielseitig und mehrkampforientiert ausgebildet werden. So steht es auch in den Rahmentrainingslehrplänen des DLV.
Das soll einer frühen Spezialisierung auf 1-2 Disziplinen vorbeugen.
Das ist nach 6 Jahren Erfahrung auch meine Überzeugung.
Die Kinder sollen sich erstmal ausprobieren und nach und nach entwickeln sich ihre Stärken.
Die Block Mehrkämpfe (Sprint, Hürde Weitsprung + 2 Spezialdisziplinen) sind ja ein erster Schritt in Richtung einer Disziplingruppe, und sie machen meinen Sportlern viel Spaß.

Umso weniger verstehe ich die Absage. Diese Form des Mehrkampfes scheint beim DLV umstritten, aber einen Siebenkampf für die Mädchen mit 3x Training pro Woche auf Meisterschaftsniveau vorzubereiten ist für uns schwer, der Neunkampf für die Jungs aufgrund des Stabhochsprungs fast unmöglich. Das sind aber die einzigen deutschen Meisterschaften für die M/W 14.
Erst ein Jahr später also mit 15 Jahren gibt es dann eine DM in den Einzeldisziplinen. Auch hier versucht der DLV durch Zusatznormen in anderen Blöcken der Spezialisierung vorzubeugen.
Ich vermute aus völliger Ahnungslosigkeit heraus, das es mit den immer früheren Europa-und Weltmeisterschaften ab u 18/20 zusammenhängt, das intern doch eine frühere Spezialisierung erzielt werden soll. Kann ja auch gut sein.

Nun sind wir aber von internationalen Wettkämpfen sehr,sehr weit entfernt.
Selbst eine DM Teilnahme ist ein ambitioniertes Ziel.
Es gibt neben den Supertalenten auch noch Sportler für die die Teilnahme an einer DM ein Riesending sind und ohne die wäre eine Wettkampf ziemlich dröge, oder?

Wir bewegen uns auf Neuland, bisher war das Highlight immer eine Berliner Meisterschaft, aber unsere wenigen großen Talente wollen auch motiviert werden, dazu zählt das Ziel an einem großen, überregionalen Wettkampf teilnehmen zu können. Nun bleiben uns in diesem Jahr immerhin die Norddeutschen Meisterschaften in Berlin, leider in den Berliner Schulferien.
In erster Linie geht es natürlich um die Sportler die fleißig und diszipliniert trainieren um das große Ziel zu erreichen, aber auch für mich als Trainer wäre es ein Traum an einem so großen Wettkampf mal teilnehmen zu dürfen.

Die Kids stecken mit 14/15 mitten in der Pubertät. SchulStreß kommt auch noch mit hinzu. Sport kann motivieren, wenn er auch langfristig Ziele und Perspektiven bietet.
Auch wenn es in diesem Jahr warscheinlich nicht klappt, hoffe ich das der  DLV  die Block MK nicht fallen lässt. Im RTP Grundlagentraining auf Seite 333 steht, 
“ Nach der Einführung der u16 Einzelmeisterschaft.....im Jahr 2014 werden (auf Beschluss des DLV Verbandsrats) zumindest bis zum Jahr 2021 ........Block Mehrkampf Meisterschaften bis zur deutschen Meisterschaft ausgetragen“
Wir werden es 2019 wieder versuchen, sollte die DM Einzel auch dann die einzige Meisterschaft sein, hätte ich ein Problem mit meiner Einstellung zu Training und früher Spezialisierung. In der u 18 können einige Sportler der Leichtathletik schon verloren gegangen sein.

Zumindest meine Motivation wird unter der Absage aber nicht leiden! 

Was ein Trainer so zu tun hat!

Die Aufgaben eines Trainers sind vielfältig. Neben pädagogischen Kompetenzen und leichtathletischem Fachwissen gehört eine gehörige Portion Organisationstalent dazu.

Letzteres zunächst um seine sportlichen Trainerambitionen mit beruflichen und familiären Verpflichtungen in Einklang zu bringen. 

Das sportliche Engagement geht oft über das Training und die Wettkämpfe hinaus. 

Die Hauptaufgaben sind sicher die Trainings-und Wettkampfplanung.

Die Betreuung bei Wettkämpfen nimmt viel Zeit in Anspruch. 

Die Suche nach geeigneten Wettkämpfen und nach erfolgter Einladung der Sportler die Anmeldung macht einen großen Teil der Tätigkeit ausserhalb des Trainingsbetriebes aus. 

Oft werden noch Absprachen per Mail oder persönliche Gespräche zur Diszipliauswahl und wie der Sportler zum Wettkampfort kommt geführt. 

Viel Zeit in Anspruch nimmt die normale Organisation der Gruppe und die Weitergabe der wichtigen Informationen an die Eltern. Auch die Organisation von Veranstaltungen außerhalb von Training und Wettkampf fällt in den Aufgabenbereich des Trainers. 

Startpässe müssen beantragt werden damit die Kinder ab der u 14 starten dürfen. 

Bestenlisten werden geführt genauso wie Anwesenheitslisten beim Training und das Material und die Sportstätten werden gepflegt.

Ob Social Media, die Vereinszeitung oder das Bezirksblatt, für alle Kanäle der Öffentlichkeitsarbeit müssen Berichte geschrieben werden.

Oft hilft ein Trainer noch bei eigenen Wettkämpfen oder er organisiert sie sogar.

Sollte ein Trainingslager angeboten werden, ist hierfür eine Menge Vorarbeit zu leisten. Von der Arbeit und der Verantwortung während des Trainingslagers ganz zu schweigen. 

Auch Kontakte außerhalb des Vereins müssen geknüpft und gepflegt werden, Sponsoren werden gesucht.

Man hat häufig Kontakt mit dem Verband und den Landestrainern, vor allem wenn man Kaderathleten hat.  

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Suche  nach Talenten außerhalb des Vereins. Hiefür ist es wichtig Kontakt zu den Schulen und den Lehrern zu suchen. 

Man besucht schulische Sportveranstaltungen oder organisiert selber welche.

Teilweise muss man sich auch um die Trainingsstätten kümmern, wann kann man wo trainieren. 

Wer seine Lizenz verlängern will muss regelmäßig zu Fortbildungen, aber ein engagierter Trainer wird versuchen permanent nach neuen, interessanten Trainingsübungen und neue Methoden zu suchen. Dazu gehört auch die Regelkunde, wobei das ein sehr sehr weites Feld ist! 

Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zeigt aber wie aktiv man werden muss um seinem „Kerngeschäft“  Training und Wettkampf nachkommen zu können.

Das alles geschieht neben der Ablenkung durch den normalen Alltag. 

Es ist viel zu tun , aber trotzdem macht man es für die Sportler sehr gern. 

Winterfazit U10

 

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ (Goethe)

 

Nach dem offiziellen Ende der Wintersaison ist es normalerweise Zeit für ein erstes, ausführliches, fast immer positives Fazit. In diesem Jahr wollen wir nur kurz zurückschauen und uns lieber auf die Sommersaison freuen.

Unser Leichtathletik-Team der U10 hat sich auch diesen Winter erfolgreich weiterentwickelt.  Die sportliche Entwicklung der einzelnen Sportler und Sportlerinnen verlief sehr positiv.

Grundlage dafür waren großes Engagement und Improvisationskunst aller Beteiligten. Dadurch konnten wir sehr ungünstige Rahmenbedingungen größtenteils ausgleichen und im Raum stehende Rücktritte einzelner Trainer verhindern.

An dieser Stelle einen großen Dank an alle Eltern für die volle Unterstützung trotz häufig wechselnder Zeiten und Hallen, sowie den einzelnen Trainerkollegen unserer Abteilung, die uns eine Chance gaben die U10 aufrechtzuerhalten.

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Sportlicher Höhepunkt für unsere Gruppe war sicherlich der Kids Sports Day.

Bei diesem offiziellen Hallen-Kinderleichtathletik Wettkampf unserer Abteilung stellte die Altersklasse der U10 den größten Anteil der rund 320 teilnehmenden Kinder.

15 Teams, auch einiger anderer Vereine, nahmen mit großer Begeisterung teil.

Eine Gruppe unserer U10 verteidigte den Titel knapp vor unseren Freunden aus Rudow.

Sehr viel wichtiger war uns Trainern, das Auftreten der Kinder und ihr sportlicher, immer fairer Ehrgeiz. Ausnahmslos alle erfüllten unsere gemeinsam im Training erarbeiteten „Leitlinien“ in vollem Maße. Dieses Jahr bestimmten die Kinder ihre Teamzusammenstellungen (fast) in kompletter Eigenregie und gaben sich selbst ihre Teamnamen. Auch dies funktionierte reibungslos und dies macht uns Trainer stolzer als jeder Pokal oder Medaille.

Der erste Schritt auf unserem langen Weg „von Siegern zu Champions“ ist gemacht!

Als Fazit kann man sagen: In der jüngeren Altersklassen der U10 wächst wieder ein starkes und tolles Team heran.

Bei den letzten Trainingseinheiten wurden bereits die ersten „Experimente“ für einen erfolgreichen Sommer gestartet, um mannschaftliche Zusammenarbeit, individuelle sportliche Fortschritte zu vertiefen und unseren großen Zielen Schritt für Schritt näher zu kommen.

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Jedes Kind bei jedem Training ein kleines bisschen besser machen

Das ist seit Jahren mein Ziel beim Training. Bei jedem Kind möchte ich die Leistung verbessern. 

Ich freue mich einen Kullerkeks, wenn ich sehe wie sich die Leistung einiger Sportler die nicht, oder nur selten an Wettkämpfen teilnehmen wollen stetig verbessert. Wenn sie schwierige Übungen beherrschen und wenn sie vor allem ihre Bewegungen verbessern (Koordination) 

Wir haben einige Kids die mit großen Defiziten z.b. in der Arm/Beinkoordination zu uns kamen, und die nun eine gute Bewegungsqualität entwickelt haben. 

Wir reden viel von Talenten, ich weiß nicht ob diese Kinder nicht mal erfolgreich an kleinen Wettkämpfen teilnehmen können. Es geht hier nicht um den Gewinn von Titeln, sondern um das individuelle gewinnen! 

Jedes Kind hat ein Talent, man muss nur Geduld haben. Und jedes Kind findet in der Leichtathletik seine Disziplin. 

Ich habe die Gruppe der Kinder die mir klar signalisiert haben, das sie sich aus welchen Gründen auch immer, noch nicht zutrauen an Wettkämpfen teilzunehmen, Perspektivgruppe genannt. 

Wir haben hier Kids die einmal oder zweimal die Woche trainieren. Vor allem bei den Kindern die zweimal regelmäßig zum Training kommen sieht man große Fortschritte die mich sehr freuen. 

Einige Kinder dieser Gruppe würde ich gerne langsam über kleine Wettkämpf auf langfristig größere heranführen. Einige nehmen schon daran Teil. Julia, Marisa, Paula, Elisabeth, Theo, Lily machen ihre Sache dabei schon ganz prima. 

Meine Aufgabe, mein Ziel ist es die tollen, fleißigen Kids wettkampftauglich zu machen, wenn sie es möchten. Wir haben natürlich auch Kinder in der Gruppe die „nur“ aus Spaß an der Freude zum Training kommen und nicht zu Wettkämpfen gehen wollen. Und das ist für mich völlig in Ordnung. Ich muss es nur wissen! Aber auch diese Kinder möchte ich gut trainieren, damit sie im Schulsport und bei Bundesjugendspielen ihr Erfolgserlebnis haben. Und von guter Koordination hat man sein Leben lang etwas! Das ist die Gruppe der Freizeitsportler. 

Dann ist da noch die Gruppe der Kids die schon über eine große leichtathletische Erfahrung verfügen und die zum Teil ein großes Bewegungstalent besitzen. Sie nehmen an Meisterschaften Teil. Das ist die Wettkampfgruppe. 

Von Talent im klassischen Sinne würde ich erst reden, wenn die Kinder (alle) die Pubertät mehr oder weniger beendet haben. Keine weiß wie sich Kinder enwickeln. In dieser so wichtigen Entwicklungspahse gibt es so viele Veränderungen, da ist es schwer Vorherzusehen was mal passiert.

Sie brauchen in dieser Zeit Halt und Stabilität, die ihnen der Sport gibt! 

Nicht umsonst fängt man erst ab der u 18 mit einer Spezialisierung auf eine Disziplingruppe an. 

 Mein Spruch „ich möchte keine Schülermeister, ich möchte Olympiasieger“ bedeutet das ich möchte das die Kids auch mit 16,17,18 noch LA machen und dann zumindest regional noch mithalten können, von kr aus auch mehr. Mein Training ist langfristig geplant! 

Und wer hätte vor Jahren gedacht das sich Hanna mal gegen alle Sportschüler etc. durchsetzt und Bronze bei der BM über 60 m Hürde gewinnt! Ich jedenfalls nicht.

Umso wichtiger halte ich die vielseitige Ausbildung unserer, nennen wir sie ruhig Talente! 

Lauf/Sprint, Sprung, Wurf, Mehrkampf,  lassen wir sie doch ruhig mal eine ruhige Kugel schieben, ähhh stoßen. Warum nicht?  Ich lasse auch mal das Hindernislaufen üben, oder 300 m Hürden und im Sommer vielleicht auch mal Dreisprung. Vielseitigkeit ist wichtig. 

Ich biete Ihnen alle Möglichkeiten sich auszuprobieren. Man muss es nur annehmen. 

Und da kommen wir zu einem Problem, in Kladow? In unserer heutigen Gesellschaft? 

Ich kann es nicht sagen. Ich bin nur immer wieder erstaunt.

Die Kinder geben bei Wettkämpfen ihr Bestes. Sie stehen am Start mit der Leichtathletik Elite Berlins. 

Sie müssen sich mit Kindern messen die bessere Bedingungen haben als wir und unsere Kids können dagegenhalten. Die unzähligen tollen Platzierungen belegen das. 

Sind es Anfangs (bis u14) noch teilweise körperliche Unterschiede oder die Jahre die man schon Leichtathletik ausübt, die uns Konkurrenzfähig machen, wird es später immer schwerer mitzuhalten.

Ab der u 14 trennt sich die Spreu vom Weizen. 

Um sich zu verbessern bedarf es .....jetzt kommt ein Geheimnis......Training.....regelmäßig....fleißig! 

Und Wettkämpfe, weil die sind das beste Training! Sie geben Sicherheit. 

Und hier sehe ich eine große Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit. 

Die Kinder üben oft zwei Sportarten aus und spielen dann noch ein Instrument. Hinzu kommen oft 35-40 Stunden Unterricht und natürlich Hausuaufgaben. 

Die Kids stehen bei Wettkämpfen und ärgern sich über eine Leistung mit der sie nicht zufrieden sind. 

Wenn die Kids beim Training sind, geben sie fast immer Vollgas. Leichtes Techniktraining oder Parcours?

Die Wahl ist immer eindeutig. Parcours! 

Sie sind fleißig wollen lernen, aber leider ist das Ablenkungspotential scheinbar zu groß um eine hohe Trainingshäufigkeit zu erzielen. 

Was nach meiner Meinung auch häufig fehlt ist die Unterstützung. Vermeintlich unwichtige Wettämpfe werden abgesagt. Dabei sind gerade die wichtig um Sicherheit zu gewinnen.

Ein Beispiel. Jonina kämpfte mit dem 3er Rhythmus über die Hürden. Ich schickte sie beim Preußen Cup für sie überraschend auf die Strecke, Außerhalb der Wertung, „unwichtiger Wettkampf“,

Jonina schaffte es, sie wird in die nächsten Hürdenrennen mit viel Selbstvertrauen gehen. 

Und auch das ist auffällig. Ich spreche mit Sportlern, welche Ziele sie erreichen wollen. DM, NDM, BM...

Ich stehe Ihnen dann hilfreich zur Seite. Und dann kommen sie nicht zum Training oder nehmen nicht an Wettkämpfen Teil...  Das wird dann nicht funktionieren. Warum sie nicht kommen hat sicher Unterschiedliche Gründe, manche Absagen sind aus wichtigen Gründen, manche Absagen sind vermeidbar. 

Ich trainiere seit 2015 die u 14, seit diesem Jahr auch die u 16. Ich musste wirklich viel dazulernen. 

Sehr viel, wobei ich auf einige Erfahrungen gerne verzichtet hätte und ich viele Dinge/ Vorfälle auch nicht verstehe. 

Ich glaube persönlich das leistungsorientierte Leichtathletik bei uns nur sehr schwer umzusetzen ist.

Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. 

Ja , wir haben es geschafft für die Wettkampfgruppe einen dritten Trainingstag zu schaffen, aber wenn ich sehe wie häufig Kinder aus dieser Gruppe nicht zum Training kommen, hinterfrage ich den Sinn. Nur 8 von 25 u 14 Sportlern hatten eine Trainingsbeteiligung über 75% im Winter! 

Wir werden abwarten wie das Training angenommen wird. 

Das Wort Leistung ist negativ besetzt, hier wird oft Leistungssport (im Sinne der individuellen Verbesserung) mit Hochleistungssport (im Sinne von maximaler Leistung ohne Rücksicht auf Gesundheit etc.) verwechselt. Auch wird der Versuch die Kinder zu motivieren mit Druck verwechselt. 

Das ich so kritisch bin liegt vielleicht daran, das ich weiß wie es weitergehen wird und das ich die Möglichkeiten unserer Kids sehe. Wir können auch langfristig unter den Top 5 Vereinen in Berlin stehen, wenn ja wenn......

Und ich weiß was der Sport den Kindern in der für sie schwierigen Zeit der Entwicklung geben kann! 

Vielleicht liegt es auch daran das ich den Ehrgeiz habe die Kinder zu verbessern, weil ich ihr Potential sehe und das ist recht groß! 

Spaßorientierter Leistungssport, Leistungssportorientierter Freizeitsport, wie immer man das nennen möchte, ich möchte jedes Kind bei jedem Training besser machen, egal ob Freizeit-Perspektiv -oder Wettkampfsportler, aber vor allem bei der letzten Gruppe wünschte ich mir mehr Unterstützung! 

Zuletzt der Satz der auf unserem T-Shirt fürs Trainingslager stehen wird.

“Es gibt keinen Aufzug zum Erfolg, du musst die Treppe nehmen!“. 

Carsten